Paris. Der Chevrolet Volt, dessen Markteinführung für Ende 2010 geplant ist, ist ein viersitziges, frontgetriebenes Elektrofahrzeug
mit erweiterter Reichweite (E-REV = Extended-Range Electric Vehicle). Für den Vortrieb sorgt ein Elektromotor, ein Benzinaggregat
an Bord dient bei Bedarf ausschließlich als Generator.
Ein so genanntes E-REV wie der Chevrolet Volt bedeutet die Abkehr von konventionellen Hybrid-Fahrzeugen. Denn: Bei einem E-REV
sorgt ausschließlich die elektrische Einheit für den Antrieb, während konventionelle Hybrid-Autos von einem Elektro-Motor,
einem Benzin-Aggregat oder beiden Triebwerken zugleich angetrieben werden. Auf kurzen Strecken läuft ein E-REV lediglich mit
Elektrokraft aus der Batterie.
Für längere Fahrten ist entweder ein Verbrennungsmotor als Stromgenerator oder aber eine Brennstoffzelle an Bord, die die benötigte Energie erzeugen. Batterie- und Antriebssystem sind so ausgelegt, dass der Verbrennungsmotor (oder die Brennstoffzelle) nicht arbeitet, wenn der Akku ausreichend elektrische Energie zur Verfügung stellt. Während des reinen Elektro-Betriebs sorgen Batterie, Elektromotor und Leistungselektronik für hervorragende Fahrleistungen, Beschleunigung und Spitzengeschwindigkeit – auch an Steigungen.
Der T-förmig angeordnete Lithium-Ionen-Batterie-Block hat einen Energiegehalt von 16 Kilowattstunden. Er versorgt die Antriebseinheit mit Strom, was dem Volt eine Reichweite von 60 Kilometern nach MVEG ermöglicht – ohne einen Tropfen Benzin zu verbrauchen. Im Elektrobetrieb erreicht der Wagen auch seine Höchstgeschwindigkeit und seine maximale Beschleunigung. Wenn auf der Langstrecke die Batterieleistung erschöpft ist, verlängert der bordeigene Verbrennungsmotor, der den benötigten Strom für den Antrieb generiert, den Aktionsradius um mehrere hundert Kilometer. Das Triebwerk kann auch mit dem umweltfreundlichen Kraftstoff E85 betrieben werden, einer Mischung aus 85 Prozent Ethanol und 15 Prozent Benzin.